Gehörtes

Dienstag, 8. Januar 2008

Entscheidung

Ich hatte ja schon vor Weihnachten geschrieben, dass es immer noch Probleme mit meinen Hörgeräten gibt, und da galt es für mich eine Entscheidung zu fällen. Der Stand war, dass es bei der letzten Überprüfung vom Hörzentrum immer noch unzureichende Werte gab. Nun wollte die Medizinische Hochschule das übernehmen, und dazu sollte ich nächste Woche zwei Tage stationär aufgenommen werden. Doch ich hatte meine Zweifel.

Denn eigentlich komme ich so ganz gut zurecht, wenn auch nicht mehr so wie früher. Und ich habe auch den Eindruck, dass es immer besser wird. Mir wurde auch gesagt, dass für jedes Jahr, was ein Ohr nicht hören konnte, auch wieder ein Jahr gebraucht wird, bis das Ohr wieder mit den Hörgeräte hören lernt. Auch frage ich mich, wie innerhalb von zwei Tagen neue Hörgeräte angepasst werden sollen, wo doch mein Akustiker viele Monate dafür gebraucht hat. Insgesamt habe ich 6 Hörgeräte in der Zeit getestet, und dauert es immer ein paar Tage bis man sich daran gewöhnt hat. Dann habe ich vor diesem bewussten Hörtest 4 Stunden im Wartezimmer gesessen, mit quengeligen Kindern und schlechter Luft. Da ist es meiner Meinung nach auch kein Wunder, wenn da andere Resultate erziehlt werden. Beim Akustiker warte ich maximal 5 Munuten, und bekomme sogar noch Kaffee angeboten.

Ausschlaggebend war dann gestern Abend für mich eine Sendung im Fernsehen. Nichts besonderes, eine paar Politker lieferten Statements zu aktuellen Themen. Aber ich habe sie verstanden. Nicht alles, den Sinn habe ich mitbekommen, und das gibt mir Hoffnung. Dass es noch besser wird, und ich habe auch festgestellt, dass ich sonst auch Gesprächen länger folgen kann, selbst mit mehreren Personen.

Natürlich ist es verlockend, wenn einem gesagt wird: "Wir können es besser", aber ein Jahr Hörgeräte testen, und auch die Situation im Hörzentrum lassen mich zweifeln. Deswegen werde ich heute zum Akustiker, und ihm mitteilen, dass ich mich doch für diese Hörgeräte entschieden habe. Für mich eine richtige Entscheidung, denn ich fühle mich dort auch in guten Händen. Selbst wenn ich manchmal gemeckert habe. zwinker

Wenn ich gleich nicht die komplette Blogrunde schaffe, dann hole ich das später nach. Denn vorher habe ich noch einen Termin. Damit dann allen einen schönen Tag. zwinker

Samstag, 1. September 2007

Verwirrt

Gestern sollte ja eigentlich nur Proforma sein. Letzter Test der Hörgeräte, bevor ein Termin für die OP der Hörimplantate ausgemacht wird. Aber es kommt ja immer alles ganz anders. Diesmal ein anderer Ingenieur und auch eine andere Ärztin. Und auf einmal bin ich ein Grenzfall. Hörgeräte sollen weiter optimiert werden, bzw. ich soll mir erst das Beste vom Besten ins Ohr setzen lassen, erst dann wird entschieden. Unabhängig davon, ob ich mir das leisten kann oder nicht. Und natürlich komme ich da ins Grübeln. Warum nicht gleich, und warum habe ich überhaupt diese Tests stationär über mich ergehen lassen? Und was, wenn ich das vor der Krankenkasse nicht durchboxen kann? Und außerdem kann mir der Akustiker die Hörgeräte wegnehmen, wenn er mitbekommt dass hier eine Klage folgt...

Was solls, ich werde das schrittweise angehen. Von der Seite der MHH wurde mir ja da Unterstützung zugesagt. Also zunächst wieder Akustiker, dann neue Tests, und zur Beratung des Schwerhörigenbunds. Dort wurde mir auch ja Unterstützung angesagt. Und ganz sicher sind Hörgeräte besser als so eine nicht gerade kleine OP.

Es ist nur so, dass meine Geduld fast am Ende ist. Diesen massiven Hörverlust hatte ich Anfang des Jahres, und seitdem ist mir eine Welt verschlossen. Solange ich ein Ende sah, und das wäre es mit dieser OP gewesen, hatte ich die Geduld, aber jetzt zieht sich das weiter hin. Allein schon das Bestellen der passenden Hörgeräte wird Wochen dauern. Bis zu zwei Monate Wartezeit dann wieder im Hörzentrum... und wer weiß was noch. Und solange geht es so weiter. Ich kann Gesprächen kaum folgen, Musik ist für mich Horror, und Fernsehen mit Untertiteln ist sehr anstrengend. Deswegen schaue ich fast nur noch Serien, bei Filmen muss ich immer wieder Pausen machen.

Ich werde das erst mal etwas verarbeiten, dann schaut es sicher besser aus. Damit hatte ich nicht gerechnet, und ich sollte das Positive davon sehen. Sagen wir es wie Scarlett O´Hara: "Aber nicht heute. Verschieben wir es auf morgen" zwinker Damit allen ein schönen Wochenende.zwinker

Donnerstag, 10. Mai 2007

Was zu überlegen wäre...

Da bin ich nun wieder ,alle Untersuchungen gut überstanden (obwohl das Ding mit der Nadel noch um Stromstöße oder so erweitert wurde denk2), und ich kann nun entscheiden, ob ich mir ein Cochleaimplantat einsetzen lasse oder nicht.

Gleich wollte ich das nicht machen, aber ich tendiere doch schon eher dorthin. Warum... Das komplette Hörvermögen kann mir keinesfalls wiedergegeben werden. Auch werde ich anders hören, und es wird auch sehr langwierig sein. Aber... Mir ziemlicher Sicherheit werde ich weiter an Gehör verlieren. Das Implantat würde in meinem "schlechteren" Ohr eingesetzt werden. Ich kann also in dem Sinne nur gewinnen. Ich bin auf dem Ohr schon so gut wie taub, eher würde da dann noch eher der Tinnitus verschwinden, oder sich zumindest vermindern.

Außerdem kommt bei mir der Meniere dazu, welcher dafür verantwortlich ist, dass mein Hörvermögen dauernd schwankt. So ist es für den Akustiker fast unmöglich die Hörgeräte optimal einzustellen. Das würde dann auch, zumindest für mein linkes Ohr, wegfallen. Wenn das Implantat erst mal eingestellt ist, dann verändert sich da nichts mehr.

Was passiert eigentlich bei dem Implantat im Gegensatz zu Hörgeräten? Bei Hörgeräten wird lediglich der Schall verstärkt und zu den Hörgezellen geleitet. Das Implantat ersetzt die Hörzellen und leitet mittels Sprachpozessor das Gehörte direkt an den Hörnerv weiter. Da man aber tausende von Hörzellen in einem gesunden Ohr hat, die laufend aktiv sind, und das Implantat lediglich (je nach Hersteller) so um die 20 Elektronen, ist es logisch, dass da ein ganz anderes Hören stattfindet. So es es jetzt grob umschrieben, und wie ich es aufgefasst habe.

Wie gesagt, entschieden ist noch nichts, auch ist mir bewusst, dass es eine nicht gerade kleine OP sein wird. Dass ich da durchaus kritisch bin, zeigt schon, dass ich damals bei meinem akuten Meniere zwei Operationen abgelehnt habe. Beim ersten Mal wollte mir der HNO-Arzt den Hörnerven "vergiften" und somit ganz außer Funktion setzen (man gut wegen der Ablehnung, sonst käme das Implantat gar nicht mehr in Frage!), und beim anderen Mal sollte mittels einer Veränderung in der Anatomie des Innenohres Erleichterung bei den Schwindelanfällen geschaffen werden. Da hatte ich mich auch ausführlich informiert, und fand einiges was gegen diese Operationen sprach. Inzwischen sind beide Eingriffe umstritten und werden kaum noch gemacht.

Und genau werde ich jetzt auch noch machen. Mir Informationen besorgen, und auch mit Betroffenen reden. Da gibt es genug Möglichkeiten, und sie sind mir auch bekannt.

Da ich bemerkt habe, dass mein Blog auch sehr oft über Google zu diesem Thema aufgerufen wird, werde ich ab jetzt gelegentlich ausführlicher darüber schreiben, und auch dafür eine Rubrik anlegen. Manchmal helfen einem Erfahrungsberichte darüber mehr als ausführliche Arztgespräche. zwinker

Ansonsten bleibt alles natürlich so wie bisher. neu5

Ich bedanke mich bei allen für die lieben Wünsche, so etwas hilft - mir jedenfalls - auch immer zwinker
murmel

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