Vergangenheitsbewältigung
Letzte Woche fing schon recht turbulent an. Sperrmüll hatte ich eh einen Termin, doch dann kam ganz kurzfristig die Aufforderung Platz im Keller zu schaffen, da die Renovierungsarbeiten bei uns noch nicht abgeschlossen sind. So sollten noch Dämmplatten überall an die Decke, und für mich zeitlich recht ungünstig. Selbst die Sperrmüllentsorgung brachte kaum Platz, da seit dem Auszug meiner Tochter noch jede Menge von ihrem Zeug bei mir lagert. Sie hat auch nicht so den Platz, und das muss auch erst mal geholt werden. So wurde gestapelt und noch weiter entsorgt, und irgendwann war es geschafft.
Doch etwas ganz anderes hat mich etwas aus der Bahn geworfen. Bei einem Arztbesuch sah ich von weitem einen Mitarbeiter meiner ehemaligen Firma. Ich habe mich dann schnell verflüchtigt, doch für mich fing das ganze Grübeln wieder an. Erwähnt hatte ich es auch schon im Blog, dass damals meinem Arbeitsverlust ein massives Mobbing voraus ging. Ich rede nicht gern darüber, und für mich ist es heute noch immer unverständlich, wie sich Menschen so verhalten können. Überwiegend waren es damals nur Mitläufer, ausgegangen ist es - meiner Meinung nach - nur von einer Person, und das aus mir immer noch nicht ganz nachvollziehbaren Gründen. Und deswegen grübel ich, und deswegen hat mich diese Begegnung so gelähmt. Es hat jetzt wieder ein paar Tage gedauert bis ich mich da gefangen habe. Für Außenstehende ist es schlecht nachvollziehbar, aber diejenigen, die diese Situation damals bei mir mitbekommen haben, wissen, wie sehr mich das angegriffen und auch fast zerstört hat. Denn es ging nicht nur um den Verlust der Arbeit, das passiert halt. Sondern es wurde bewusst die Zerstörung meiner gesamten Existenz in Kauf genommen. Ich bekam dadurch eben auch die gesundheitlichen Probleme, wie der massive Hörverlust. Ich sehe das als Ganzes aus dieser Situation heraus.
Denn ich sehe auch, was sich innerhalb der letzten Jahre für mich, eben gerade dadurch, für mich geändert hat. Noch vor ein paar Jahren ging es mir gesundheitlich viel besser, und vor allem war ich finanziell unabhängig. So konnte ich einfach in ein Geschäft gehen und mir etwas Schönes und vor allem Unnötiges kaufen. Jetzt muss ich rechnen und rechnen, nur damit ich mir vielleicht mal Süßwaren oder ähnliches leisten kann. Bücher finanziere ich mich durch den Kauf - Lesen - sofortigen Verkauf, sonst wäre das nicht drin. Man entwickelt sich zum wahren Rechen- und Lebenskünstler, dabei würde ich so gerne wieder so wie früher leben.
Ich stelle mich nicht gern als Opfer dar, und bin es doch. Im Nachhinein weiß ich, dass ich da nicht viel tun konnte, und schon alles mögliche getan hatte. Das Einzige, was ich heute weiß, dass ich die Arbeit viel früher hätte verlassen müssen, aber ich habe diese Arbeit selbst geliebt. Ich ging darin auf, und versuchte das Unangenehme auszublenden. Und irgendwie hatte ich immer gehofft, dass sich das alles mal gibt. Irrtümer muss man manchmal teuer bezahlen. Und das sind alle meine Gedanken, als ich diesen Menschen letzte Woche gesehen habe.
Ich weiß auch, dass es für Leser schwer ist, auf solche umfangreichen und recht persönlichen Beiträge zu kommentieren, deswegen erwarte ich es auch nicht. Aber ich wollte zumindest schreiben, warum ich zur Zeit weniger schreibe. Aber schon das Schreiben allein ist auch eine Art Vergangenheitsbewältigung, und es hilft mir auch. Manchmal braucht man das einfach. Und irgendwann lässt mich diese Sache auch in Ruhe.
Doch etwas ganz anderes hat mich etwas aus der Bahn geworfen. Bei einem Arztbesuch sah ich von weitem einen Mitarbeiter meiner ehemaligen Firma. Ich habe mich dann schnell verflüchtigt, doch für mich fing das ganze Grübeln wieder an. Erwähnt hatte ich es auch schon im Blog, dass damals meinem Arbeitsverlust ein massives Mobbing voraus ging. Ich rede nicht gern darüber, und für mich ist es heute noch immer unverständlich, wie sich Menschen so verhalten können. Überwiegend waren es damals nur Mitläufer, ausgegangen ist es - meiner Meinung nach - nur von einer Person, und das aus mir immer noch nicht ganz nachvollziehbaren Gründen. Und deswegen grübel ich, und deswegen hat mich diese Begegnung so gelähmt. Es hat jetzt wieder ein paar Tage gedauert bis ich mich da gefangen habe. Für Außenstehende ist es schlecht nachvollziehbar, aber diejenigen, die diese Situation damals bei mir mitbekommen haben, wissen, wie sehr mich das angegriffen und auch fast zerstört hat. Denn es ging nicht nur um den Verlust der Arbeit, das passiert halt. Sondern es wurde bewusst die Zerstörung meiner gesamten Existenz in Kauf genommen. Ich bekam dadurch eben auch die gesundheitlichen Probleme, wie der massive Hörverlust. Ich sehe das als Ganzes aus dieser Situation heraus.
Denn ich sehe auch, was sich innerhalb der letzten Jahre für mich, eben gerade dadurch, für mich geändert hat. Noch vor ein paar Jahren ging es mir gesundheitlich viel besser, und vor allem war ich finanziell unabhängig. So konnte ich einfach in ein Geschäft gehen und mir etwas Schönes und vor allem Unnötiges kaufen. Jetzt muss ich rechnen und rechnen, nur damit ich mir vielleicht mal Süßwaren oder ähnliches leisten kann. Bücher finanziere ich mich durch den Kauf - Lesen - sofortigen Verkauf, sonst wäre das nicht drin. Man entwickelt sich zum wahren Rechen- und Lebenskünstler, dabei würde ich so gerne wieder so wie früher leben.
Ich stelle mich nicht gern als Opfer dar, und bin es doch. Im Nachhinein weiß ich, dass ich da nicht viel tun konnte, und schon alles mögliche getan hatte. Das Einzige, was ich heute weiß, dass ich die Arbeit viel früher hätte verlassen müssen, aber ich habe diese Arbeit selbst geliebt. Ich ging darin auf, und versuchte das Unangenehme auszublenden. Und irgendwie hatte ich immer gehofft, dass sich das alles mal gibt. Irrtümer muss man manchmal teuer bezahlen. Und das sind alle meine Gedanken, als ich diesen Menschen letzte Woche gesehen habe.
Ich weiß auch, dass es für Leser schwer ist, auf solche umfangreichen und recht persönlichen Beiträge zu kommentieren, deswegen erwarte ich es auch nicht. Aber ich wollte zumindest schreiben, warum ich zur Zeit weniger schreibe. Aber schon das Schreiben allein ist auch eine Art Vergangenheitsbewältigung, und es hilft mir auch. Manchmal braucht man das einfach. Und irgendwann lässt mich diese Sache auch in Ruhe.
Trick_17 - 31. Mrz, 11:52



























