Hören und Verstehen
Heute möchte ich gern über meine jetzige Situation schreiben, da es für mich eine totale Umstellung ist. Das kam alles sehr schnell, und auf mich kommt auch einiges zu. Was mir jetzt zu Gute kommt, ist eben der Krankenhausaufenthalt. Die Medizinische Hochschule Hannover ist gerade in diesem Bereich führend, und hat da auch ein Hörimplantat entwickelt. Ob das bei mir eingesetzt wird steht noch offen. Zunächst werden noch weitere Hörgeräte getestet, so schreiben es die Krankenkassen vor, aber voraussichtlich wird es nicht viel besser werden.
Um zu beschreiben wie ich momentan höre, möchte ich gern einen Vergleich heranziehen, wo sich auch jeder etwas vorstellen kann. Es ist ja nicht so, dass bei Hörverlust alles leiser wird, sondern dass Frequenzen verloren gehen. Und so hört sich das auch für mich an. Wie ein Radiosender, den man nicht richtig eingestellt hat. Lauter machen bringt da nichts, es rauscht und klirrt nur noch mehr. Das Sprachverständnis habe ich jedenfalls noch nicht. Alles ist für mich überwiegend ein Nuscheln, und für mein Gegenüber ist auch viel Geduld gefragt. Hörgeräte versuchen das auszugleichen, das ist aber auch ein Lernprozess. Alles sehr ungewohnt, und es werden auch Geräusche verstärkt, auf die man nicht so viel Wert legt. Wie z.B. Verkehrslärm. Vielleicht können das richtig gute- und vor allem teure-Hörgeräte das besser ausgleichen, aber das kann ich mir nicht leisten. Also ist schon im voraus ein Kampf mit der Krankenkasse angesagt. Denn ich habe das Recht zu hören. Jedenfalls bin ich durch den Krankenhausaufenthalt auch zu dem Hörzentrum in Hannover gekommen, von dem ich vorher nicht einmal wusste, dass es das gibt. Und schon jetzt habe ich da etwas Unterstützung bekommen, zumindest was die Hörgeräte betrifft. Damit ich nicht nur hören, sondern auch bald wieder verstehen kann. Aber mein Gefühl sagt mir, dass ich da irgendwann mit dem Ergebnis zufrieden sein kann. Dazu kommen jetzt noch andere Sachen auf mich zu, wie die Anerkennung der Schwerbehinderung, oder meine berufliche Zukunft. Das sind alles Sachen über die ich mir die letzte Woche viel Gedanken gemacht habe, und die es jetzt umzusetzen gilt. Ich schreibe das alles jetzt, damit mit noch etwas mehr Verständnis von Schwerhörigen umgegangen wird. Oft genug werden sie für einfach blöd gehalten, oder manche sehen das sogar als Provokation wenn man etwas nicht gleich versteht. Obwohl... wenn ich ganz ehrlich bin, dann gebe ich das im Umgang mit meiner Tochter zu.
Morgen möchte ich mich etwas über Krankenhäuser im Allgemeinen auslassen, was aber nicht alles abwertend ist. Aber einiges ist mir da doch aufgestoßen.
Ansonsten wünsche ich allen einen schönen Tag.
Um zu beschreiben wie ich momentan höre, möchte ich gern einen Vergleich heranziehen, wo sich auch jeder etwas vorstellen kann. Es ist ja nicht so, dass bei Hörverlust alles leiser wird, sondern dass Frequenzen verloren gehen. Und so hört sich das auch für mich an. Wie ein Radiosender, den man nicht richtig eingestellt hat. Lauter machen bringt da nichts, es rauscht und klirrt nur noch mehr. Das Sprachverständnis habe ich jedenfalls noch nicht. Alles ist für mich überwiegend ein Nuscheln, und für mein Gegenüber ist auch viel Geduld gefragt. Hörgeräte versuchen das auszugleichen, das ist aber auch ein Lernprozess. Alles sehr ungewohnt, und es werden auch Geräusche verstärkt, auf die man nicht so viel Wert legt. Wie z.B. Verkehrslärm. Vielleicht können das richtig gute- und vor allem teure-Hörgeräte das besser ausgleichen, aber das kann ich mir nicht leisten. Also ist schon im voraus ein Kampf mit der Krankenkasse angesagt. Denn ich habe das Recht zu hören. Jedenfalls bin ich durch den Krankenhausaufenthalt auch zu dem Hörzentrum in Hannover gekommen, von dem ich vorher nicht einmal wusste, dass es das gibt. Und schon jetzt habe ich da etwas Unterstützung bekommen, zumindest was die Hörgeräte betrifft. Damit ich nicht nur hören, sondern auch bald wieder verstehen kann. Aber mein Gefühl sagt mir, dass ich da irgendwann mit dem Ergebnis zufrieden sein kann. Dazu kommen jetzt noch andere Sachen auf mich zu, wie die Anerkennung der Schwerbehinderung, oder meine berufliche Zukunft. Das sind alles Sachen über die ich mir die letzte Woche viel Gedanken gemacht habe, und die es jetzt umzusetzen gilt. Ich schreibe das alles jetzt, damit mit noch etwas mehr Verständnis von Schwerhörigen umgegangen wird. Oft genug werden sie für einfach blöd gehalten, oder manche sehen das sogar als Provokation wenn man etwas nicht gleich versteht. Obwohl... wenn ich ganz ehrlich bin, dann gebe ich das im Umgang mit meiner Tochter zu.
Morgen möchte ich mich etwas über Krankenhäuser im Allgemeinen auslassen, was aber nicht alles abwertend ist. Aber einiges ist mir da doch aufgestoßen.
Ansonsten wünsche ich allen einen schönen Tag.
Trick_17 - 6. Feb, 12:38



























